 © Plakat von Marlis Knoblauch
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Carmen
Musik von Georges Bizet ("Carmen Suite" Nr. 1 und 2, "L'Arlesienne-Suite" Nr. 1 und 2) und Pablo de Sarasate ("Zigeunerweisen" op. 20)
Premiere: 30. März 2002 im Haus Eisenach
Musikalische Leitung: GMD Wolfgang Wappler
Choreografie und Inszenierung: Sabine Pechuel
Ausstattung: Marlis Knoblauch
Als Bizets Oper "Carmen" 1875 an der Pariser Oper uraufgeführt wurde und bei Publikum und
Kritik glatt durchfiel, konnte man kaum erahnen, dass das Werk schon bald zu den meistgespielten
auf den Opernbühnen der Welt gehören würde. "Barbarenmusik" hieß zunächst das vernichtende
Urteil, und den meisten war die Zigeunerin Carmen suspekt, die ihr Leben lebt und sich an keine
Regeln und Gesetze hält. Sabine Pechuel lehnt sich mit ihrer "Carmen"-Version eng an den
Handlungsverlauf der Oper an. Die Liebe zwischen Carmen und Don José erblüht geradezu zwischen
den Pflastersteinen auf dem Marktplatz von Sevilla. Sie ist nur von kurzer Dauer,
zu unterschiedlich sind die Lebensauffassungen der beiden Liebenden. Für Carmen zählt nur das
Hier und Jetzt, während Don Josés Lebenspläne auf Dauer und Berechenbarkeit angelegt sind.
In dem Bemühen, Carmen festhalten zu wollen, wird er zum Mörder. Schicksalsergeben, fast
schlafwandlerisch treiben die beiden auf den Untergang zu, weil sie keinen Millimeter von ihren
Positionen abrücken können und wollen.
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