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"Heimat in der Fremde - Fremde in der Heimat"
Internationales Jugendtanztreffen in Berlin/Wünsdorf 2002
Bereits zweimal - 2000 und 2001 - war das Amt für evangelische Jugendarbeit in Berlin und
Brandenburg Gastgeber für einen Tanzworkshop in den Sommerferien mit Jugendlichen aus Berlin und
Brandenburg. Ende des Jahres 2001 entstand die Idee, ein ähnliches Projekt mit Jugendlichen aus
den Europäischen Nachbarländern ins Leben zu rufen. Die Europäische Union unterstützte mit ihrem
Programm "Jugend" das Vorhaben, und so reisten 32 Jugendliche aus den Niederlanden, aus Polen
sowie aus Berlin und Brandenburg am 5. Juli 2002 nach Wünsdorf (ca. 40 km südlich von Berlin),
um eine Woche lang unter der Leitung der beiden Berliner Choreografen Conny Buber und Philipp
Krüger an einem gemeinsamen Stück mit dem Titel "Heimat in der Fremde - Fremde in der Heimat"
zu arbeiten. Für viele war dies die erste Begegnung mit modernem Tanztheater, umso erstaunlicher
war das Ergebnis: Ein Stück über die Suche nach einem Platz im Leben, über Weggehen und Wiederkommen, über das
Miteinander in einer Welt voller Einzelgänger. Die Jugendlichen haben darüber nachgedacht, was
für sie Heimat ist. Ist es ein Ort? Ist Heimat nicht dort, wo man Freunde findet? Und kann man
demnach auch in der Fremde eine Heimat finden? Die Koffer im Stück sind ein Symbol für das
Unterwegssein. Was schleppt man nicht alles mit sich herum! Dinge, an denen das Herz hängt, die
einen an zu Hause erinnern, aber auch Sehnsüchte, Wünsche, unerfüllte Träume. Manchmal trägt man
so schwer an seinem Koffer, dass man die Menschen um sich herum gar nicht mehr erkennen kann.
Dann ist es Zeit loszulassen.
Das Stück wurde nur einmal - am 13. Juli 2002 - in der Berliner Kirche zum Heiligen Kreuz vor
etwa 70 Zuschauern aufgeführt.
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